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Jungfreisinnige besuchten das iHomeLab

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Am letzten Dienstag, 22.11.11 hatten die Jungfreisinnigen Luzern die Möglichkeit das iHomeLab an der Hochschule Luzern Technik und Architektur in Horw zu besichtigen. Rund um die diversen Energiedebatten, welche meist nur die Energieerzeugung behandeln, wollten wir gezielt auf die Themen der Energieeffizienz, den Komfort und die Sicherheit in Gebäuden durch Gebäudeintelligenz eingehen. Dieter von Arx, Stv. Leiter CEESAR, führte uns durch den sehr spannenden Abend.

 

Vor dem iHomeLab wurden wir von LISA, der künstlichen Betreiberin des Gebäudes begrüsst. Das Gebäude kann durch eine Vielzahl von Sensoren und Kameras Personen erkennen und identifizieren. Die Gebäudehülle ist so intelligent, dass diese sich bei schönem Wetter öffnen kann und dadurch die Sonnenenergie aufnimmt. Im iHomeLab durften wir zuerst einen Film über die Vernetzung von Energieeffizienz, Komfort und Sicherheit geniessen. Mit der intelligenten Vernetzung der drei Themen kann sich das Gebäude individuell den edürfnissen des Bewohners anpassen. Z.B. wird beim Verlassen des Gebäudes die Heizung auf ein Minimum reguliert, eine Anwesenheitssteuerung und die Alarmanlage aktiviert. Nach den ersten Erkenntnissen über die Zusammenhänge und die Wichtigkeit der Vernetzung, sahen wir, dass uns das intelligente Wohnen sehr viel Komfort bietet. So konnte man beispielsweise eine Lampe vom PC, Telefon, Taster oder vom Fernseher aus bedienen, je nach dem wo man sich gerade befand.

 

Die Sicherheit wurde mit der Thematik Wohnen im Alter verknüpft. So kann eine alleinstehende ältere Person auch im hohen Alter in ihren eigenen vier Wänden wohnen. Das Gebäude kann in einem Notfall automatisch einen Angehörigen oder den Rettungsdienst alarmieren. Wir haben aber auch bemerkt, dass diese Vernetzung zu grossen Diskussionen über die Privatsphäre von einzelnen Personen führen kann.

 

Das dritte Kernthema, die Energieeffizienz wurde eindrücklich durch visuelle Reize präsentiert. Wir erfuhren auch, dass wir in der Schweiz ein kleineres AKW brauchen, nur um unseren „standby“ Verbrauch zu decken. Mit Visualisierungen wird der Nutzer angespornt, Energie zu sparen. In dem zum Bespiel ein Smiley seinen Gesichtsausdruck je nach Verbrauch änderte. Durch das intelligente Wohnen können beim Verlassen des Gebäudes mit einem einzelnen Knopfdruck alle unbenötigten oder vergessenen Verbraucher ausgeschaltet werden.

 

Damit sich aber die Energieeffizienz in der Schweiz durchsetzen kann, braucht es auf politischer Basis Diskussionen und definierte Ziele. Die Jungfreisinnigen Luzern werden auch in Zukunft Viertel- bis Halbjährlich innovative Forschungs- und Wirtschaftsstätte im Kanton besuchen.

 

Adrian Ruch
Vorstand Jungfreisinnige Luzern